21 | 11 | 2017
Pressewart

Joachim Schollmeyer

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79. Nationale Deutsche Meisterschaft in Bamberg.

Wie weit kommt das Mittelrhein-Quartett?

Während im Rheinland der Karneval seinem Höhepunkt zustrebt, trifft sich vom 4.-6. März die Elite des deutschen Tischtennissports im fränkischen Bamberg, um zum 79. Mal die nationalen Meister zu ermitteln. Unter den jeweils 48 Damen und Herrn sind alle Nationalspieler des A- und B-Kaders vertreten. Jeweils 16 Spielerinnen und Spieler stehen bereits aufgrund ihrer Ranglistenposition in der Hauptrunde. Ihre Gegner müssen sich noch in acht Vierergruppen als Erst- und Zweitplatzierte für die erste Hauptrunde am Samstag qualifizieren. Bei den Herren hat der Weltranglistenerste und Topfavorit Timo Boll (Borussia Düsseldorf) kurzfristig seine Teilnahme abgesagt. Nach den Katar Open, den German Open in Dortmund und dem Kurztrip nach Peking, wo er zwei Spiele für das europäische Team beim Vergleich gegen Asien bestritt, ist der Akku leer. Deutschlands Nummer 1 muss sich schonen, zumal vom 8.8.-15. Mai in Rotterdam die Einzelweltmeisterschaften anstehen. Für Boll verstreicht damit eine weitere Chance, seine 10. Deutsche Meisterschaft zu erringen und damit die bisherigen Rekordhalter und neunfachen Deutschen Meister Eberhard Schöler (Düsseldorf) und Conny Freundorfer (München) hinter sich zu lassen – für die Doppelkonkurrenz hatte er nicht gemeldet. Damit ist es für den statt Boll jetzt an Position Eins gesetzten Überraschungssieger des Vorjahres, Christian Süß (Borussia Düsseldorf), etwas leichter, seinen Titel zu verteidigen. Seine Hauptkonkurrenten sind der in Russland spielende Dimitrij Ovcharov und Bastian Steger (1. FC Saarbrücken), die ebenfalls gute Chancen haben, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Bei den Damen sind Titelverteidigerin Kristin Silbereisen und die Weltranglistenfünfzehnte Jiaduo Wu (beide FSV Kroppach) favorisiert - hier ist aber eher als bei den Herren mit der ein oder anderen Überraschung zu rechnen.

Während bei den Damen keine Spielerinnen den Bezirk Mittelrhein vertreten, sind bei den Herren mit Ricardo Walther, Christian Strack (beide TTC indeland Jülich), sowie Lennart Wehking und Sascha Nimtz (beide 1. FC Köln) gleich vier Spieler dabei. Walther und Wehking sind als Nummer 14 und 18 der JOOLA-Rangliste bereits in der Hauptrunde, Strack und Nimtz haben gute Chancen über die Gruppenspiele nachzufolgen, da jeweils zwei ihrer drei Gegner schwächer als sie eingestuft sind. Für alle wird es aber schwer, über das Achtelfinale hinaus zu kommen. Am ehesten könnte das noch Ricardo Walther gelingen, der dort auf den "nur" sieben Ranglistenplätze vor ihm platzierten Hanauer Jugendeuropameister Patrick Franziska treffen dürfte. Im Viertelfinale hätte er dann allerdings mit Bastian Steger ein wesentlich größeres Kaliber aus dem Weg zu räumen, um dann im Halbfinale gegen Christian Süß antreten zu dürfen. Etwas härter hat es Lennart Wehking getroffen, der sich im Falle eines Sieges in der zweiten Runde mit dem Weltranglistenfünfzehnten Dimitrij Ovtchrov auseinandersetzen müsste – eine kaum zu lösenden Aufgabe!

Im Doppel spielt Sascha Nimtz nicht mit seinem Vereinskameraden Lennart Wehking, sondern mit dem Jülicher Christian Strack zusammen. Die beiden würden im Falle eines Sieges in der ersten Runde auf die Topgesetzten Ovtcharov/Baum treffen. Wehking hat den Gräfelfinger Bundesligaspieler Nico Christ als Partner. Beide stehen bereits im Achtelfinale und haben durchaus Chancen, bis ins Halbfinale vorzudringen, um dann wohl ebenfalls gegen Ovtcharov/Baum anzutreten. Ricardo Walther tritt in der Doppelkonkurrenz wie bei den Westdeutschen Meisterschaften mit seinem früheren Partner Björn Helbing (TTF Bönen) an. Auch sie haben in der ersten Runde ein Freilos, sehen sich aber bereits im Viertelfinale mit Fejer-Konnert/Filus einer kaum überwindbaren Hürde gegenüber.

Man darf gespannt sein, wie gut das Mittelrhein-Quartett in Bamberg abschneidet. Wie auch immer: Am Rosenmontag und am Veilchendienstag bleibt ihnen noch genug Zeit, entweder weiter ihre Erfolge zu feiern oder ihr Pech zu ertränken …

Weitere Informationen auf den Webseiten des Bayrischen Tischtennis-Verbandes.